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Diözesanrat lädt zu Vortrags- und Gesprächsabenden am 20. und 21. Juni 2011 ein

PRESSEMITTEILUNG

„Engel und Geister“ aus der Sicht von Christen und Muslimen sowie
Erinnerung an verfolgte Katholiken jüdischer Herkunft im NS-Staat –
Diözesanrat lädt zu Vortrags- und Gesprächsabenden am 20. und 21. Juni 2011 ein

„Engel und Geister – ihre Rolle in Christentum und Islam“ ist das Thema eines Vortrags- und
Gesprächsabends, zu dem der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin und die islamische
Organisation DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.) gemeinsam
einladen. Die Veranstaltung findet am Montag, dem 20. Juni 2011, um 19.00 Uhr im
Gemeindezentrum der katholischen Kirchengemeinde St. Clara in der Briesestrasse 17 in
Berlin-Neukölln statt. Als Referenten stehen Ender Çetin von der DITIB Berlin für die islamische
Seite und Professor Dr. Johann Ev. Hafner von der Universität Potsdam für die christliche
Seite zur Verfügung. Der Vorsitzende des Sachausschusses „Ökumene und interreligiöser
Dialog“ des Diözesanrates, Bernd Streich, wird das Gespräch moderieren. Diözesanrat
und DITIB tragen mit dieser Veranstaltung dem in den letzten Jahren zunehmenden Interesse
an Engeln und Geistern Rechnung. Fragen nach deren Bedeutung und Rolle in den Religionen
Christentum und Islam werden beantwortet. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung
erhalten die Möglichkeit, mit den Referenten und untereinander darüber ins Gespräch
zu kommen.
„Katholiken jüdischer Herkunft in Pankow – ihre Geschichte im NS-Staat“ lautet das Thema,
das im Mittelpunkt des Vortrags- und Gesprächsabends am folgenden Tag steht. Die Veranstaltung
am Dienstag, dem 21. Juni 2011, um 19.30 Uhr im Pfarrsaal der katholischen Kirchengemeinde
Heilige Familie in der Wichertstraße 22 in Berlin-Prenzlauer-Berg wird gemeinsam
von Diözesanrat und Diözesangeschichtsverein durchgeführt. Referentin ist Beate
Klose aus Berlin, die sich intensiv mit dem Schicksal der katholischen „Nichtarier“ und ihrer
Familien in Pankow während der NS-Zeit beschäftigt hat. Die nationalsozialistische Rassenideologie
machte keinen Unterschied zwischen Angehörigen der jüdischen Religion und
Christen oder Atheisten jüdischer Herkunft. Alle wurden gleichermaßen aus der Gesellschaft
ausgeschlossen. Der Taufschein bewahrte keinen vor der Deportation ins Konzentrationslager
und der anschließenden Ermordung, der von den Nationalsozialisten als „Jude“ kategorisiert
war. Die Veranstaltung will an die Katholiken jüdischer Herkunft in Pankow erinnern und
ihrer Geschichte im NS-Staat nachspüren.

Rückfragen zu den Veranstaltungen können Sie richten an:
Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin, Niederwallstraße 8-9, 10117 Berlin-Mitte,
Tel: (030) 32684-206, Fax: (030) 32684-203, E-Mail: dioezesanrat(ät)erzbistumberlin.de.