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Schnittstellen – Rechtsextremismus und katholische Kirche

Der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin engagiert sich auf vielfältige Weise gegen Rechtsextremismus und ist seit Juni 2021 Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche & Rechtsextremismus. In einem grundlegendem Beschluss der Vollversammlung aus dem Jahr 2020 heißt es: „Der Widerstand gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus ist für uns Pflicht und Auftrag.“ Sie bündelt die den Erfahrungsaustausch auf Bistumsebene, initiiert Projekte in Pfarreien und organisierte im September 2022 die Veranstaltung „Schnittstellen – Rechtsextremismus und katholische Kirche“.

Mit Sonja Strube konnte der Diözesanrat eine ausgewiesene Expertin für das Phänomen begrüßen. Ihr Einführungsvortrag ging auf rechtsextreme Strategien wie Selbstverharmlosung oder kalkulierte Tabubrüche ein und warnte vor dem Ansinnen der sog. „Neuen Rechten“, zivilgesellschaftliche Akteure zu unterwandern und zu spalten. Gerade hier zeichnen sich Gefahrenpotentiale für Pfarreien, Gemeinden und Verbände ab, die einer spezifischen Wachsamkeit bedürfen. Strube regte an, rechtsextremen Ungleichwertigkeitsvorstellungen aus dem Glauben an die Gottesebenbildlichkeit eines jeden Menschen entgegenzutreten.

Im Anschluss an den Vortrag tauschten sich die knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kleingruppen über persönliche Erfahrungen und institutionelle Herausforderungen für die Kirche aus. Dabei wurden auch Handlungsspielräume in der Auseinandersetzung mit rechtsextremen Gedankengut erörtert.

Die AG gegen Rechtsextremismus des Diözesanrats plant aufgrund der positiven Resonanz im kommenden Jahr eine Anschlussveranstaltung.