Beschluss

Wahrnehmung der Schöpfungsverantwortung im Erzbistum Berlin und im Diözesanrat

Beschluss des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum Berlin vom 13. Dezember 2018

Wahrnehmung der Schöpfungsverantwortung im Erzbistum Berlin und im Diözesanrat

Der Diözesanrat des Erzbistums Berlin fordert vom Erzbistum Berlin die konsequente Umsetzung der Handlungsempfehlungen „Schöpfungsverantwortung als kirchlicher Auftrag“, den die Deutschen Bischofskonferenz (DBK) auf ihrer Herbstvollversammlung im September 2018 in Fulda beschlossen hat, und verpflichtet sich selbst im eigenen Handeln, die Empfehlungen der DBK anzuwenden. Zur Umsetzung der Handlungsempfehlungen gehört insbesondere die Schöpfungsspiritualität in Verkündigung und Liturgie zu verankern, die Schöpfungsverantwortung als diözesanen Schwerpunkt zu etablieren, das Gebäudemanagement umweltverträglich zu gestalten und in kirchlichen Einrichtungen nachhaltig zu haushalten und zu wirtschaften sowie die gesellschaftspolitische und internationale Verantwortung wahrzunehmen. Der Diözesanrat bittet weiterhin Erzbischof Dr. Heiner Koch bis zum 30.03.2020 einen Bericht an den Diözesanrat zu geben, in dem die vom erzbischöflichen Ordinariat unternommenen Schritte zur Umsetzung der Handlungsempfehlung der DBK dargelegt sind. Dieser Bericht soll auch dazu dienen, die in der Handlungsempfehlung geforderte Zusammenarbeit der ehren- und hauptamtlichen Akteure und Verantwortlichen besser zu befördern.

 

Begründung:

Als Christinnen und Christen haben wir eine besondere Verantwortung für Gottes Schöpfung. Der Klimawandel, der steigende Verbrauch erschöpfbarer Ressourcen, die Umweltverschmutzung und der Rückgang der Artenvielfalt führen uns mit aller Deutlichkeit die Notwendigkeit zu handeln vor Augen. Als Kirche stehen wir dabei insbesondere an der Seite der Armen, Schwachen und Benachteiligten.

Kardinal Reinhard Marx führt im Pressebericht zum Abschluss der Herbst-Vollversammlung u. a. aus: „Bereits im vergangenen Jahr hat sich die Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz mit der Mitverantwortung der Kirche für die Bewahrung der Schöpfung befasst und einen Studienhalbtag zum Thema „Schöpfungsverantwortung nach Laudato siʻ – Umwelt und integrale Entwicklung als Aufgabe der Kirche“ durchgeführt. In der Nacharbeit des Studientages hat eine Arbeitsgruppe konkrete Handlungsempfehlungen zu Ökologie und nachhaltiger Entwicklung für den Bereich der katholischen Kirche in Deutschland formuliert, die die Vollversammlung verabschiedet hat. Die Kirche in Deutschland will so ihrer Schöpfungsverantwortung gerecht werden. Entsprechend dem Auftrag aus Papst Franziskus Enzyklika Laudato siʻ werden dabei Aspekte des Umweltschutzes und der integralen Entwicklung des Menschen verbunden. (…) Die Kirche unterstützt durch ihr Handeln auch das internationale Engagement für mehr Klimaschutz und ruft die Politik dazu auf, bei der nächsten UN-Klimakonferenz in Kattowitz (Polen) im Dezember 2018 verbindliche Regelungen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens zu treffen und damit dem Klimawandel entgegenzuwirken.“

Das Erzbistum hat am 24. April 2010 einen Klimaschutzplan verabschiedet mit dem Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2020 deutlich zu verringern. Auch der Diözesanrat hat 2010 sich verpflichtet, im Rahmen seiner Tätigkeiten Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung zu übernehmen. Das Ergebnis dieser Bemühungen ist eine Reihe erfolgreicher Projekte. Diese ersten Ansätze gilt es im Sinne der Handlungsempfehlungen der DBK zu intensivieren und zu verstetigen, um der uns aufgetragenen Verantwortung für Gottes Schöpfung gerecht zu werden und als Kirche mit gutem Beispiel bei der Nachhaltigkeit sowie dem Umwelt- und Klimaschutz voranzugehen.