Fachgespräch „Konfession und Politik“

​​​​​​​In der aktuellen Diskussion um Zuwanderung, religiöse Identität und demokratische Gesellschaft sehen Beobachter Parallelen zur Debatte über das Verhältnis von Katholischer Kirche und Staat nach 1919. Der säkularisierte Staat habe damals zwar „Gesetzesloyalität“ eingefordert, jedoch religiös motivierte „innere Vorbehalte“ der Katholiken toleriert. Die Unterscheidung zwischen Glaube und Staatsgewalt ermöglichte die Öffnung vieler Katholiken für den säkularen Verfassungsstaat. Diese Entwicklung führte dazu, dass die katholische Kirche nach dem Ersten Weltkrieg sukzessive die Demokratie, Menschenrechte und Religionsfreiheit anerkennen konnte – und damit einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des europäischen Gedankens leistete.

Termin
28.06.2019, 10:00 Uhr - 13:00 Uhr
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