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Diözesanrat kritisiert falsche Signale aus Rom und sieht Klerikalismus

Der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin kritisiert die ablehnende Haltung des Vatikans gegenüber Predigten qualifizierter Laien in der Eucharistiefeier. Die Nichterteilung des beantragten Indults der Deutsche Bischofskonferenz durch die vatikanischen Behörden werde den zahlreichen positiven Erfahrungen in den katholischen Gemeinden nicht gerecht.

Die Vorsitzende des Diözesanrats, Dr. Karlies Abmeier, erklärt dazu: „Die Absage aus Rom passt nicht zu einer synodalen Kirche, die alle Gläubigen an der Liturgie beteiligen will. Wenn die Verkündigung des Wortes Gottes in Eucharistiefeiern bei gleicher Qualifikation allein von der Weihe abhängen soll, ist das eine Form von Klerikalismus.“

Die stellvertretende Vorsitzende des Diözesanrats, Marie Hélène Müßig, betont: „Es ist ein falsches Signal, die Verkündigung des Evangeliums auf die Frage der Weihe zu verengen. Predigten müssen auch in Eucharistiefeiern glaubwürdig, lebensnah und theologisch fundiert sein. Das hängt für mich nicht von der Weihe ab.“

Vor dem Hintergrund des intensiven Engagements des Diözesanrats für Geschlechtergerechtigkeit in der katholischen Kirche und für die Sichtbarkeit von Frauen unterstreicht Ute Rosenbach, Mitglied im Vorstand des Diözesanrats: „Die Kirche ist nur dann glaubwürdig, wenn auch Frauen ihre Perspektiven und Anliegen in die Verkündigung einbringen können. Wer ihre Stimme ausschließt, verschenkt wertvolle Glaubenszeugnisse.“