Meldung

Diözesanrat lädt zur Befassung mit Charta Oecumenica ein.

Der Sachausschuss Ökumene und interreligiöser Dialog lädt die Mitglieder der Vollversammlung des Diözesanrats und die Engagierten in Pfarreien, Gemeinden und Verbänden im Erzbistum Berlin zur Befassung mit der revidierten Fassung der Charta Oecumenica ein. Der Brief des Sachausschussvorsitzenden im Wortlaut:

 

Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa. Revidierte Ausgabe der Charta Oecumenica

Liebe (stellv.) Mitglieder der Vollversammlung des Diözesanrats,
liebe Engagierte, 

„Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geist“ – unter diesem Leitwort haben die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) am Sonntag nach dem gemeinsamen Ostertermin im Jahre 2001 mit der „Charta Oecumenica“ Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa vereinbart und den Kirchen zum Handeln übergeben. Die Annahme und Umsetzung erfolgten auf vielfältige Weise und unterschiedlichen Ebenen (national, regional, lokal).

In Deutschland erfolgte die Unterzeichnung durch die Mitgliedskirchen der ACK Deutschland im Rahmen des ersten Ökumenischen Kirchentages in Berlin. Sie wurde zum Impuls und zur Basis vielen ökumenischen Handelns.

Auf der Berliner Ebene erfolgte die Annahme und Unterzeichnung durch die Mitgliedskirchen des Ökumenischen Rates (ÖRBB) und partiell auch vor Ort (z.B.  in Marzahn-Hellersdorf).

Der Diözesanrat griff die Charta Oecumenica in seinem Beschluss „Ihr sollt ein Segen sein – Ökumene-Impuls nach dem 1. Ökumenischen Kirchentag“ vom 08. November 2003 auf und ermutigte die Gemeinden, Verbände und Gemeinschaften zu weiterem konkretem Handeln auf dem Weg zur sichtbaren Einheit der Kirchen. 

Angesichts vieler Veränderungen seit 2001 wurde im Laufe der vergangenen Jahre in einem dialogischen Prozess eine revidierte Fassung der Leitlinien erarbeitet, die im November 2025 in Rom unterzeichnet worden ist.

Zur Rezeption der revidierten Fassung sind folgende Schritte geplant:

  • Die Kirchen in Deutschland werden am 15. September 2026 um 18.00 Uhr in der Sankt Hedwigs-Kathedrale in Berlin im Rahmen der Bundes-ACK die revidierte Fassung unterzeichnen, die Selbstverpflichtungen eingehen, ihren Gliederungen die Anwendung empfehlen und ihrerseits zur Umsetzung der Selbstverpflichtungen aufrufen.
  • In Berlin ist die Annahme und Unterzeichnung der revidierten Charta Oecumenica beim Gebetswochengottesdienst des ÖRBB im Januar 2027 vorgesehen.

Diese Ereignisse markieren wichtige Momente für die ökumenische Zusammenarbeit und das gemeinsame christliche Zeugnis in unserer Zeit.

Als Sachausschuss Ökumene und interreligiöser Dialog des Diözesanrates wollen wir zum Gelingen beitragen und fragen:

  • Welche Möglichkeiten gibt es in unserem Erzbistum Berlin, an der Rezeption der Charta auf den verschiedenen Ebenen in den Gemeinden, Pfarreien, Verbänden und Einrichtungen mitzuwirken und die Selbstverpflichtungen einzugehen?
  • Welche Hilfestellungen benötigen Gemeinden, ökumenische Gruppen und andere Zielgruppen zur Weiterarbeit?
  • Wie können wir zum weiteren Kennenlernen des Textes beitragen?

Die elektronische Fassung, eine Synopse mit den Neuerungen gegenüber der ersten Fassung und weitere Materialien stehen online zur Verfügung: www.oekumene-ack.de/themen-materialien/charta-oecumenica/   

Ich lade Sie herzlich dazu ein, sich mit der Charta Oecumenica intensiver auseinanderzusetzen und die Impulse in Ihre Arbeit vor Ort einfließen zu lassen. Zugleich ermutige ich Sie, die ökumenische Zusammenarbeit in Ihren Gemeinden, Verbänden und Initiativen weiter zu pflegen und, wo möglich, zu vertiefen. Dankbar bin ich für Anregungen und Rückmeldungen zur weiteren Arbeit des Sachausschusses. 

Die Charta versteht sich als lebendiges Dokument – ihre Wirkung entfaltet sie dort, wo sie konkret gelebt wird.

Für Ihr Engagement und Ihre Unterstützung in der ökumenischen Arbeit danke ich Ihnen sehr.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Streich
Vorsitzender des Sachausschusses Ökumene und interreligiöser Dialog 

 

Mehr Informationen und Text der Charta