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"Erinnern heißt handeln." Große Resonanz auf bewegenden Film.

Im Anschluss an den Film war die Regisseurin zum Nachgespräch anwesend. Foto: Ksenia Yanko

Martina Priessner gab Einblicke in die Entstehung des Filmes. Foto: Ksenia Yanko

P. Jan Korditschke SJ, Flüchtlingsselsorger im Erzbistum Berlin, moderierte das Gespräch. Foto: Ksenia Yanko

Das Publikum war beeindruckt vom Film. Foto: Ksenia Yanko

Der Kinoabend, zu dem Caritas und Diözesanrat anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus eingeladen hatten, stieß auf großes Interesse.

Der Dokumentarfilm "Die Möllner Briefe" erinnert an rassistische Brandanschläge im Jahr 1992 im schleswig-holsteinischen Mölln. Der Film begleitet Ibrahim Arslan, der als siebenjähriger den Anschlag überlebte, aber seine Schwester, seine Cousine und seine Großmutter verloren hat. Hunderte Briefe mit Solidaritätsbekundungen erreichten die Stadt Mölln, was aber fast drei Jahrzehnte lang kaum jemand wusste - auch nicht die Angehörigen der Todesopfer. 

"Bei mir löst der Film Trauer, Wut und Respekt aus", so führte Flüchtlingsseelsorger Jan Korditschke SJ in das anschließende Gespräch mit der Regisseurin Martina Priessner ein. Besonders interessierte sie die Frage, so berichtete die Filmemacherin, wie Betroffene nach einem solchen Trauma weiterleben. "Das Gedenken ist den Betroffenen vorbehalten - alle anderen können nur daran erinnern", so Priessner im Bezug auf die anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen Betroffenen und Stadt rund um das angemessene Gedenken in Mölln.