Meldung

Diözesanrat setzt sich für Religionsunterricht im Land Berlin ein

Die Vollversammlung tagt in der Aula der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB).

Fischbowl-Diskussion mit Prof. Dr. Christine Funk, Matthias Bröckl und Dr. Christoph Lehmann zum Religionsunterricht.

Grußwort von Prof. Dr. Gabriele Kuhn-Zuber, Präsidentin der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB)

Die Vollversammlung tagt in der Aula der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB).

Dr. Kalies Abmeier, Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum berlin, begrüßt die Teilnehmenden.

Die Vollversammlung tagt in der Aula der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB).

Sophia Wagner, Projektleiterin der Perspektiventwicklung Jugendpastoral im Erzbistum Berlin, berichtet über ihre Arbeit.

Am Samstag, 2. März 2024 tagte die Vollversammlung des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum in der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin. Die Vertreterinnen und Vertreter der katholischen Pfarreien und Verbände setzten ein klares Zeichen für Religionsunterricht als Wahlpflichtfach im Land Berlin und bereiteten sich auf das Wahljahr 2024 vor.

Die Vollversammlung begrüßte nach einer intensiven Beratung über den Religionsunterricht dessen geplante Einführung als Wahlpflichtfach, wie sie im Koalitionsvertrag der Berliner Landesregierung vorgesehen ist. Ein solches Angebot „bildet die an den Berliner Schulen bestehende religiöse und weltanschauliche Vielfalt ab“, heißt es in einem entsprechenden Beschluss. Die Kirchen müssten zur Implementierung des Wahlpflichtfachs an der inhaltlichen und personellen Ausgestaltung mitwirken. Dabei sei eine Lösung anzustreben, „die den Bestand des neuen Wahlpflichtfachs langfristig sichert und die Interessen der Schülerinnen und Schüler und der Lehrkräfte im Blick hat.“

Ein weiterer Schwerpunkt der Vollversammlung waren die Wahlen zum Europäischen Parlament sowie die Landtags- und Kommunalwahlen in Brandenburg und die Sorge um ein Erstarken rechtspopulistischer Parteien. Die Vollversammlung diskutierte intensiv über die Erklärung „Demokratie – Respekt – Christliche Verantwortung“ der ostdeutschen Diözesan- und Katholikenräte, in der es u.a. heißt: „Wir leisten Widerstand gegen rechtsextreme Haltungen, die die Menschenwürde verletzen und dem Grundgesetz widersprechen.“ Die Vorsitzende des Diözesanrats, Dr. Karlies Abmeier, erklärte dazu: „Dort wo Menschen in ihrer Würde angegriffen werden, wo diskriminiert und gehetzt wird, wo versucht wird, die Demokratie zu diskreditieren und wo autoritäre Gedanken verbreitet werden, müssen wir uns als Christinnen und Christen deutlich distanzieren.“ Der Diözesanrat wird sich im Vorlauf der Wahlen mit einer eigenen Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem Caritasverband für das Erzbistum Berlin dem Thema annehmen. Ziel ist es, möglichst viele Menschen vor Ort zu sensibilisieren und für die Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus und Menschenfeindlichkeit zu stärken.

Zum Beschluss

Zur Veranstaltungsreihe

Zur Berichterstattung im "Tag des Herrn"